Das Spargelfest als UNESCO-Kulturerbe
 

Das Beelitzer Spargelfest soll zum anerkannten Kulturerbe werden. Ein entsprechender Antrag an die zuständige Kultusministerkonferenz der Länder und die deutsche UNESCO-Kommission wird derzeit im Beelitzer Rathaus vorbereitet. „Unser Spargelfest ist nicht nur absoluter Veranstaltungshöhepunkt im Jahreskalender der Stadt und vieler Menschen, es ist auch Ausdruck einer langen Tradition – dem Spargelanbau in unserer Region und allem, was damit zusammenhängt“, erklärt Bürgermeister Bernhard Knuth. Indem sich Beelitz sein Fest als sogenanntes immaterielles Kulturerbe schützen lässt, werde es enorm aufgewertet und auch für künftige Generationen gesichert.

Im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gibt es derzeit knapp hundert Einträge, dazu gehören unter anderem der Rheinische Karneval, das Sternsingen oder die gesellschaftlichen Feste und Bräuche der Sorben. Die Liste zeige exemplarisch, „welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden“, heißt es vonseiten der Deutschen Unesco-Kommission. Damit würden kreative und inklusive Kulturformen und deren reicher Schatz an Erfahrungswissen gewürdigt.

Das Beelitzer Spargelfest würde diese Liste gut ergänzen: Immer am ersten Juni-Wochenende, wenn die Spargelsaison ihren Höhepunkt erreicht hat, feiert die Stadt mit mittlerweile rund 40 000 Besuchern ausgelassen und friedlich, angelockt werden die Gäste durch berühmte Live-Acts, aber auch durch den Beelitzer Spargel, der hier serviert und verkauft wird, der aber auch in unkonventioneller Form wie den Beelitzer Maskottchen oder der Spargelpyramide daherkommt. Längst ist es eines der schönsten und beliebtesten Volksfeste des Landes und damit auch Aushängeschild auch der heimischen Wirtschaft und der Vereine, die sich in vielfältiger Weise einbringen und präsentieren.

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Seine Wurzeln hat das Spargelfest in den frühen 1930er Jahren, damals wurde es vor allem als Dankeschön an die Erntehelfer ausgerichtet. Allerdings sind nur zwei Feste verbrieft, bevor beide deutsche Diktaturen sowohl dem Spargelanbau als auch dem Fest selbst ein Ende gesetzt hatten. Erst mit der deutschen Wiedervereinigung und der Auflösung der LPGen war der Weg für eine erneute Blütezeit des Spargels und damit auch des Spargelfestes frei.

Voraussetzung für die Aufnahme in die Kulturerbeliste ist zum einen „die Kontinuität des immateriellen Kulturerbes“, das heißt, es muss seit mehreren Generationen präsent sein, auch gegenwärtig eine Rolle spielen und für kommende Generationen erhalten werden. Zudem muss es gesellschaftlich verankert sein und identitätsstiftend im Sinne geteilter Erfahrungen und Erinnerungen wirken. Auch zivilgesellschaftliches Engagement und die Wandlungsfähigkeit der Tradition spielt eine Rolle. „All diese Kriterien erfüllt unser Spargelfest, weshalb wir zuversichtlich sein können, dieses Zertifikat zu erhalten“, so der Bürgermeister weiter, der zugleich um eine breite Unterstützung aus der Stadt und der Region wirbt. „Je mehr Fürsprache wir für die Aufnahme in Form von Statements oder Schreiben bekommen, umso stärker wird unsere Bewerbung.

Bis zum 30. Oktober muss die Bewerbung beim Brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur eingegangen sein, dort ist man bereits über die Absicht informiert. Bis Mitte April 2020 trifft dann jedes Bundesland aus allen Bewerbungen eine Vorauswahl und übermittelt bis zu vier Vorschläge an das Sekretariat der Kultusministerkonferenz, das wiederum eine Vorschlagliste an das Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission weiterleitet. Dem Gremium gehören ausgewiesene Experten und Wissenschaftler sowie Vertreter der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Länder, des Auswärtigen Amts und der kommunalen Spitzenverbände an.

Herzliche Grüße aus Beelitz,

Thomas Lähns

 
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15.08.2019 - Beelitz
 
  
  
 
Beelitzer Spargelfest : eine Veranstaltung der Spargelstadt BEELITZ      www.beelitz.de

Bürgermeister : Bernhard Knuth

Immer am ersten
Juni-Wochenende wird in Beelitz
das Spargelfest gefeiert

Wenn die Spargelsaison ihren Höhepunkt erreicht hat, wird in Beelitz gefeiert : Zum Spargelfest am ersten Juni-Wochenende wird die Altstadt wieder zur Party- und Genussmeile - mit großem Markttreiben, offenen Altstadthöfen und Musik mit Stargästen von mehreren Bühnen.

Das Spargelfest gehört mit über 30 000 Besuchern zu den größten und beliebtesten, aber auch schönsten Volksfesten Brandenburgs. Durch dem Mix aus regionalen Produkten, vielen Angeboten für Kinder und das abwechslungsreiche Programm aus Musik und Vorführungen ist es bei Menschen aller Altersgruppen und vor allem Familien beliebt. Das erste Spargelfest wurde bereits vor rund 80 Jahren gefeiert, damals noch als Dankeschön für die Saisonarbeiter, die schon während der ersten großen Blütezeit des Beelitzer Spargels in den 1920er Jahren auf den Feldern im Einsatz waren.

Der Startschuss fällt am Freitag traditionell mit dem Eröffnungskonzert des Beelitzer Frauenchores. Danach wird es rockig auf der großen Bühne in der Altstadt. Am Samstag und Sonntag gibt es den ganzen Tag über viel zu erleben: Die Besucher können sich an den Bühnen ins Gewimmel stürzen, wo bereits ab dem späten Vormittag das Programm beginnt, über den regionalen Markt auf dem Kirchplatz schlendern und Beelitzer Produkte kennenlernen oder sich auf den Höfen kulinarisch verwöhnen lassen. Wenn sich die Nacht über Beelitz gelegt hat, erleuchtet ein großes Feuerwerk den Himmel.
 
Zu den Höhepunkten am Sonntag gehört der große Festumzug am frühen Nachmittag: Über 50 bunt geschmückte Festwagen und Gruppen der Beelitzer Vereine, Unternehmen, Kitas und Schulen, begleitet von mehreren Spielmannszügen, bilden einen kunterbunten Korso durch die Altstadt und zeigen, was Beelitz alles ausmacht. Vorweg fährt die Spargelpyramide, auch die Spargelkönigin gibt sich die Ehre und begleitet das kostbare Gut in der Kutsche. Ein Hingucker sind auch die Beelitzer Maskottchen Spargelino und Spargelina, ebenso wie der „Spargelfresser“, eine Wiederentdeckung aus früheren Zeiten: Die riesige unersättliche Figur wird pfundweise mit Spargel gefüttert und bekommt trotzdem nicht genug. Auf der Hauptbühne steht der Sonntag ganz im Zeichen des Schlagers, während auf der Nebenbühne in der Poststraße regionale und Nachwuchsbands – wie auch an den anderen Tagen – zu den Instrumenten greifen.

Übrigens: Der Eintritt zum Spargelfest ist frei. Alles, was man mitbringen sollte, sind Zeit, gute Laune und natürlich jede Menge Appetit auf das beliebteste Gemüse der Berliner und Brandenburger.

Text © Thomas Lähns - Pressesprecher der Spargelstadt Beelitz
 
  



 
  
 

... Grüsse aus Beelitz ...

 

www.beelitzer-spargelkoenigin.com 

 
  



  
  
  



  
 



  
  
  
 
   
  

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